
Einrichtungen und Dienste
Integrationskindertagesstätte
Die Kindertagesstätte nutzt die positiven Entwicklungsmöglichkeiten integrativer Erziehung. Hier spielen Kinder mit und ohne Behinderungen zusammen, lernen voneinander. Die Kindertagesstätte arbeitet nach einem integrativen Bildungskonzept. Ein Team aus sozialpädagogischen Fachkräften mit Zusatzqualifikation arbeitet in sieben Integrations- und drei besonderen Fördergruppen. In einer Fördergruppe arbeitet seit 1991 ein Team nach dem Konzept der Konduktiven Förderung von András Petö. Die Konduktive Förderung sieht die Kinder in ihrer gesamten Persönlichkeit und begreift Bewegungsstörungen als Lernstörungen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendambulanz/Sozialpädiatrisches Zentrum können Kinder therapeutische Förderung integriert in ihrem Alltag erleben.
Kinder- und Jugendambulanz/Sozialpädiatrisches Zentrum
Das Sozialpädiatrische Zentrum behandelt und fördert Säuglinge, Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen und Behinderungen. Bewegungs- und Wahrnehmungsprobleme können hier ebenso diagnostiziert und betreut werden wie emotionale und kommunikative Störungen. Je nach Diagnose werden Gruppen- und Einzeltherapien empfohlen und durchgeführt. Angehörige können eine individuelle Beratung und Hilfestellung erhalten.
Der Angebotskatalog beinhaltet:
- Physiotherapie
- Ergotherapie: Wahrnehmungsförderung, Sensorische Integration
- Logopädische Therapie: Sprachanbahnung, Förderung von Sprachverständnis
- Psychomotorik
- Integratives Schwimmen
- Heilpädagogische Förderung
- Musiktherapie
- Psychologische Beratung und Therapie
Wohnen
Seit über 25 Jahren trägt die Spastikerhilfe in zehn Berliner Bezirken mit ihren Wohneinrichtungen zur Integration von Menschen mit Behinderungen bei. Auch Menschen mit einem hohen Pflegebedarf haben hier die Möglichkeit, durch Assistenz, pflegerische und therapeutische Betreuung ihr Leben aktiv und mit hoher Lebensqualität selbst zu gestalten. Angeboten werden:
- Wohneinrichtungen für Kinder- und Jugendliche
- Wohneinrichtungen für Erwachsene
- Intensivfördergruppe für Kinder mit hohem Hilfebedarf
- Herberge (Kurzzeit-Unterbringung)
Ambulante Dienste
- Betreutes Wohnen für Einzelne und Paare in eigener Wohnung
- Wohngemeinschaften
Das differenzierte Angebot lässt auch einen Wechsel zwischen unterschiedlichen Betreuungsformen zu, etwa aus dem Wohnheim in das Betreute Einzelwohnen. In unseren Einrichtungen wird eine Begleitung und Förderung durch professionelle Pädagogen, Therapeuten, Mediziner und Psychologen gewährleistet.
Tagesförderstätten
Die Tagesförderstätten geben Erwachsenen mit schwersten und mehrfachen Behinderungen eine sinnvolle Beschäftigung. Die Gestaltung der Arbeitsplätze orientiert sich an individuellen Fähigkeiten und Entwicklungspotentialen. Durch Arbeit soll der Mensch mit Behinderung lernen, kompliziertere Bewegungen auszuführen und Aufgaben zu bewältigen, die zur Selbstständigkeit beitragen. Dabei entdeckt er eigene Fertigkeiten und erfährt Anerkennung. Auf diese Weise wird eine aktive Lebenseinstellung gefördert. In den Tagesförderstätten betreuen interdisziplinäre Teams von Handwerkern, Pädagogen, Therapeuten, Psychologen und Medizinern den Arbeitsprozess.